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Tja... wo fängt man da an....

Grundsätzlich kann man Filtermaterialien in drei verschiedene Gruppen einteilen:
1. Mechanische Filtermaterialien
2. Biologische Filtermaterialien
3. Chemische Filtermaterialien

 

Mechanische Filtermaterialien

Zu den mechanischen Filtermaterialien gehören unter anderem Filterwatten, Filterschwämme, Keramikröllchen, Kunststoffgewebe oder Kunststoffkugeln.

Allen diesen Materialien gemein ist, dass die für Bakterien zu besiedelnde Oberfläche des jeweiligen Filtermaterials im Verhältnis zum Volumen relativ gering ist. In der Regel werden diese Materialien als erste Filterstufe genutzt, da ihre Hauptaufgabe im Festhalten gröberer Schmutzpartikel und in der möglichst gleichmäßigen Verteilung des Wasserstroms im Filter liegt.
Natürlich siedeln sich auch Schadstoffabbauende Bakterien auf diesen Filtermaterialien an, die Menge dieser Bakterien ist allerdings unter Umständen zu gering um die in einem Aquarium anfallenden giftigen Abfallstoffe Ammoniak und Nitrit ausreichend abzubauen. Je nach Oberflächenstruktur des jeweiligen Materials wird es auch als bio-mechanisches Filtermaterial bezeichnet.

 

 

 

 

Biologische Filtermaterialien

Biologische Filtermaterialien haben im Vergleich zu mechanischen Filtermaterialien eine wesentlich größere, für Bakterien besiedelbare Oberfläche. Je nach Material werden Oberflächen bis zu etwa 1500 qm/l erreicht. Die Hauptaufgabe des biologischen Filtermaterials ist es verschiedenen aeroben und anaeroben Bakterienstämmen einen möglichst idealen Lebensraum zu bieten, um so in optimaler Weise die giftigen Eiweißabbauprodukte Ammoniak und Nitrit zu weniger giftigem Nitrat umzubauen.
Biologisches Filtermaterial sollte nach ca. 15-18 Monaten zumindest teilweise durch neues ersetzt werden, da sich die Poren des Materials nach und nach mit feinen Schmutzpartikeln zusetzen und so die Effektivität des biologischen Filtermaterials eingeschränkt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Chemische Filtermaterialien

Neben den biologisch abbaubaren Schadstoffen gelangen auf verschiedenen Wegen andere unerwünschte Stoffe in die Aquarien. Diese im Aquariumwasser gelößten Ionen, wie zum Beispiel Phosphate oder Silikate, können nicht von den bisher genannten Filtematerialien abgebaut oder gebunden werden. Um die jeweiligen Ionen direkt im Filter aus dem Aquariumwasser zu binden wurden verschiedene Granulate und Harze entwickelt. Aktivkohle wird ebenfalls als chemisches Filtermaterial verwendet um z.B. Gelbstoffe oder Medikamentenrückstände aus dem Aquariumwasser zu entfernen.
Chemische Filtermaterialeien sind allerdings nicht nur dazu da Stoffe aus dem Wasser zu entfernen, Torf z.B. wird als Filtermaterial genutzt, um durch die in ihm enthaltenen Huminstoffe das Wasser anzusäuern und gegebenenfalls absichtlich bräunlich zu verfärben (der sogenannte Schwarzwassereffekt). Es werden also Stoffe in das Wasser abgegeben.